Festgeld-Zinsentwicklung
Von der Null-Zins-Ära über die Zinswende 2022/2023 bis heute: Die Festgeld-Zinsen haben eine dramatische Reise hinter sich. Ein Rückblick hilft, die aktuelle Lage einzuordnen.
Kurz zusammengefasst
- 2015 – 2021: Festgeld-Zinsen nahe 0 %.
- 2022 – 2023: Zinswende, Zinsen steigen auf 3 – 4 %.
- 2024 – 2026: Konsolidierung auf leicht niedrigerem Niveau.
- Aktuell ist die Zinskurve teils flach oder invers.
Die Null-Zins-Ära (2015 – 2021)
Nach der Finanz- und Eurokrise senkte die EZB den Leitzins auf null. Banken zahlten für Festgeld oft weniger als 1 % — teilweise sogar Negativzinsen auf hohe Einlagen.
Die Zinswende (2022 – 2023)
Mit der massiv steigenden Inflation hob die EZB den Leitzins in mehreren Schritten an. Innerhalb weniger Monate stiegen Festgeld-Zinsen von unter 0,5 % auf teilweise über 4 %.
Heute (2024 – 2026)
Die EZB hat den Zinsgipfel überschritten und den Leitzins seit 2024 vorsichtig gesenkt. Festgeld-Zinsen liegen 2026 typischerweise zwischen 2,3 % und 3,5 %.
Was das für Sie bedeutet
- Aktuelle Zinsen sind historisch attraktiv, aber unter der Inflation der letzten Jahre.
- Wer heute abschließt, sichert sich die Konditionen für die gewählte Laufzeit.
- Bei Erwartung weiter fallender Zinsen: eher lange Laufzeit.
- Bei Erwartung steigender Zinsen: eher kurze Laufzeit oder Festgeld-Treppe.
Häufige Fragen
- Kommen die Zinsen von 2023 zurück?
- Niemand weiß es. Sie hingen an einer Ausnahmesituation (hohe Inflation). Rechnen Sie besser mit dem aktuellen Marktniveau.
- Woran erkenne ich Zinstrends?
- Der EZB-Leitzins, Renditen deutscher Bundesanleihen und die Kommunikation der Notenbank sind die wichtigsten Frühindikatoren.
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Nächster Schritt
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