Festgeld und der Zinseszins
Von Eric · Founder & Investment Lead, The Vision BankZuletzt aktualisiert am 2026-07-09✓ Fakten geprüft von Eric
Der Zinseszinseffekt verwandelt kleine Zinsen im Laufe der Zeit in beachtliche Beträge. Bei Festgeld hängt seine Wirkung stark davon ab, wie die Bank die Zinsen behandelt.
Kurz zusammengefasst
- Zinseszins entsteht, wenn Zinsen wieder verzinst werden.
- Beim Festgeld nur, wenn die Zinsen jährlich kapitalisiert werden.
- Je länger die Laufzeit, desto größer der Effekt.
- Monatliche Auszahlung eliminiert den Zinseszinseffekt.
Wie Zinseszins funktioniert
Statt die Zinsen jedes Jahr auszuzahlen, werden sie dem Kapital gutgeschrieben. Im Folgejahr verzinsen sich dann Kapital + bereits gutgeschriebene Zinsen — der Zinsertrag wächst exponentiell.
Rechenbeispiel: 10.000 €, 3 % p.a., 10 Jahre
| Modell | Endkapital nach 10 Jahren |
|---|---|
| Ohne Zinseszins | 13.000 € |
| Mit jährlichem Zinseszins | 13.439 € |
| Zusätzlicher Ertrag durch Zinseszins | +439 € |
So sichern Sie den Zinseszinseffekt
- Wählen Sie Festgeld mit jährlicher Zinskapitalisierung, nicht mit monatlicher Auszahlung.
- Reinvestieren Sie Zinsen aus abgelaufenem Festgeld sofort.
- Wählen Sie lange Laufzeiten, wenn die Zinserwartung stabil ist.
Häufige Fragen
- Bekomme ich Zinseszins bei jedem Festgeld?
- Nein. Bei Laufzeiten ≤ 12 Monaten werden Zinsen meist am Laufzeitende gezahlt — technisch kein Zinseszins. Bei längeren Laufzeiten variiert es je nach Bank.
- Wie viel bringt Zinseszins wirklich?
- Über 20 – 30 Jahre kann er die Rendite mehr als verdoppeln. Bei 3 – 5 Jahren ist der Effekt spürbar, aber überschaubar.
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