Was ist Festgeld?
Festgeld ist eine Geldanlage, bei der Sie eine feste Summe für eine vorher vereinbarte Laufzeit zu einem festen Zinssatz bei einer Bank anlegen. Während der Laufzeit können Sie nicht auf das Kapital zugreifen — dafür ist der Zinssatz garantiert.
Kurz zusammengefasst
- Feste Summe, feste Laufzeit, fester Zinssatz.
- Kein Zugriff auf das Kapital während der Laufzeit.
- Innerhalb der EU üblicherweise bis 100.000 € pro Bank durch die Einlagensicherung geschützt.
- Sinnvoll für Kapital, das Sie sicher zwischenparken wollen — aber die Rendite liegt oft unter der Inflationsrate.
Definition Festgeld
Festgeld (auch Termingeld genannt) ist ein Bankprodukt, bei dem Sparer einen Geldbetrag für einen vorher vertraglich vereinbarten Zeitraum — die Laufzeit — bei einer Bank anlegen. Im Gegensatz zum Tagesgeld ist das Kapital während dieser Laufzeit gebunden.
Als Gegenleistung erhalten Sparer einen festen Zinssatz, der bereits bei Vertragsabschluss festgelegt wird und sich während der gesamten Laufzeit nicht ändert — unabhängig davon, wie sich die Marktzinsen entwickeln.
Wie funktioniert Festgeld?
- Sie wählen eine Bank, eine Laufzeit (typisch 1 Monat bis 10 Jahre) und einen Anlagebetrag.
- Der Zinssatz wird für die gesamte Laufzeit fixiert.
- Am Ende der Laufzeit erhalten Sie Ihr Kapital plus Zinsen zurück.
- Viele Banken bieten eine automatische Verlängerung ('Prolongation') — hier ist genaues Prüfen wichtig.
Rechenbeispiel
10.000 € Festgeld, 2 Jahre Laufzeit, 3,0 % p.a. Zinssatz: nach 2 Jahren erhalten Sie ca. 10.609 € zurück (609 € Zinsen bei jährlicher Kapitalisierung), abzüglich Abgeltungsteuer.
Vor- und Nachteile
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Fester Zinssatz während gesamter Laufzeit | Kein Zugriff auf Kapital während der Laufzeit |
| Einlagensicherung bis 100.000 € (EU) | Rendite oft unter Inflationsrate |
| Sehr niedriges Ausfallrisiko bei EU-Banken | Keine Beteiligung an Marktchancen |
| Klare, kalkulierbare Erträge | Vorzeitige Kündigung meist nicht möglich |
Häufige Fragen
- Ist Festgeld sicher?
- Bei Banken innerhalb der EU sind Festgeldeinlagen üblicherweise bis 100.000 € pro Kunde und Bank durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt.
- Kann ich Festgeld vorzeitig kündigen?
- In der Regel nicht. Manche Banken erlauben eine vorzeitige Kündigung nur in Härtefällen oder gegen einen deutlichen Zinsabschlag.
- Werden Festgeld-Zinsen versteuert?
- Ja, Zinserträge unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Ein Freistellungsauftrag kann bis zum Sparerpauschbetrag (1.000 € / 2.000 € gemeinsam) helfen.
- Was passiert am Ende der Laufzeit?
- Ohne rechtzeitigen Widerspruch verlängern viele Banken den Festgeldvertrag automatisch zu den dann gültigen Konditionen. Achten Sie auf die Widerrufsfrist.
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Nächster Schritt
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